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Ü und A nehmen in den letzten zwei bis drei Jahrzehnten sowohl in Deutschland wie in den U.S.A. epidemisch zu. Mehr als die Hälfte aller Erwachsenen ist bereits übergewichtig bzw. fettsüchtig. Besonders gravierend ist, dass heute in den Industrienationen Kinder zu 20 – 30 % adipös werden und schon im fünften Lebensjahr den Altersdiabetes (Diabetes mellitus Typ II, DM) entwickeln können.

Ü und A bei Kindern prädestiniert zu denselben Krankheitsrisiken, die übergewichtige Erwachsene, unabhängig davon ob Ü/A im Erwachendenalter noch besteht oder nicht. Ü und A korrelieren mit zahlreichen anderen schwerwiegenden Volkserkrankungen wie das metabolische Syndrom, Insulinresistenz, DM, Dyslipidämie, Hypertonus, Herzkreislauf-Erkrankungen inklusive Herzinfarkt und Schlaganfall, hormonassoziierte Karzinome, etc. In Abhängigkeit des Ausmaßes von Ü und A und des Fettverteilungsmusters entsteht ein hohes Morbiditäts- und Mortalitätsrisiko. Hinzu kommen häufig Ovarfunktions- und Fertilitätsstörungen.

Die Kosten der medizinischen Betreuung in Folge Ü und A betrugen in den U.S.A 2004 zwischen 100 Milliarden bis zu 70 Billionen US Dollar. Die Risiken von Ü und A werden sowohl von den Betroffenen wie auch von den meisten Ärzten fahrlässig unterschätzt.

 

Die am Häufigsten gebrauchte Einteilung der Ü und A erfolgt nach dem Body Mass Index: BMI = Gewicht (kg) / Größe in Quadratmetern (m²).

 

 BMI
Normalgewicht (N)18,5 – 24,9
Übergewicht (Ü)25,0 – 29,9
Adipositas (A1)30,0 – 34,9
Adipositas (A2)35,0 – 39,9
Adipositas (A3)> 40,0

Die einfache Bioimpedanzmessung (Leitfähigkeit eines niedrig – voltaigen Stroms von Hand zu Fuß) erfasst die Gewichtsanteile von Fett-, Muskel-, Wasser und Knochenmasse in Relation zueinander. Mit Hilfe einer zusätzlichen Fahrradergometrie, d. h. der Pulsfrequenz unter Belastung kann ein optimales Bewegungsprogramm zusammengestellt werden. Die exakteste Methode zur Beurteilung der Fettmengen (peripher/visceral) stellt die relativ teure Magnetresonanz – Ganzkörper – Tomographie dar.

 

Ursachen:  

1. Genetik

Eine Großzahl an verschiedenen Genen beteiligt (kein Einzelgen), die in ihrer Funktion an- oder abgeschaltet werden können.

 

2. Epigenetik

Modulation durch Psychosomatik, falsche Ernährung, fetale Fehlprogrammierung, Umwelteinflüsse

 

Diagnostik

Oraler Glukosetoleranztest (O-GTT), inklusive Parameter für den Leber- und Fettstoffwechsel, kleiner Gerinnungsstatus, Entzündungsfaktoren, Ausschluss von hormonellen Imbalancen (Krankenkassenleistung), Bioimpedanz und Fahrradergometrie (IGeL)

 

Therapie: 

Ziel

Muskelmasse Aufbau (wichtiges Stoffwechselorgan!) und Fettmassenabbau. Isometrische Muskelanspannungsübungen mit Therabändern, Ausdauertraining im aeroben Bereich (hierzu detaillierte   Anweisungen). Eiweißreiche Kost, aber Reduktion von tierischem Fett und weißem Haushaltszucker (mediterrane Kost), (hierzu detaillierte Anweisungen).

 

Erfolg

-10 % des Ausgangsgewichtes, stabilgehalten über mehr als fünf Jahre, führt zum Stopp des pathophysologischen Circulus vitiosus auf allen Ebenen.